Was ist eigentlich ein Hoagarten? Das Wort stammt vom mittelhochdeutschen "heingarte" und steht für den Heimgarten, also den Garten vor einem Bauernhaus. Dort trafen sich Nachbarn, um gemeinsam zu singen, zu musizieren und zu ratschen. Im Laufe der Zeit wurde die Bezeichnung "Hoagarten" auf Musikantentreffen angewendet, die in der Regel nichtkommerziell sind und einfach die Freude an der traditionellen Volksmusik vermitteln wollen.
Diese Tradition will der Verein für Stadtteilkultur auch in Neuhausen und Nymphenburg bewahren und lud deshalb zum Hoagarten ein.
Gerhard Holz und Ingrid Betz vom "Feldmochinger Zwoagsang" (Bild: Ingrid Heuer)
 
Ein voller Erfolg war der Hoagartn im Königlichen Hirschgarten, den der Verein für Stadtteilkultur Neuhausen-Nymphenburg zum ersten Mal veranstaltet hat. Drei Musik- und Gesangsgruppen und Gerhard Holz vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte als Erzähler und Conférencier sorgten für beste Stimmung bei den 150 Gästen im vollbesetzten Stadl.
Franziska Jakobs und Sebastian Neumaier von der "Zwetschgnmusi" (Bild: Ingrid Heuer)
 
Bereits eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn war der Stadl im Hirschgarten voll, alle Plätze waren besetzt. Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnete dann Gerhard Holz das Programm. Gleich beim zweiten Lied waren die Gäste gefordert, sie mussten den Refrain mitsingen und taten dies gleich mit vollem Elan, was Gerhard Holz erst einmal verblüffte. Je öfter dann die Gäste zum Mitsingen aufgefordert wurden, umso mehr waren sie bei der Sache, so dass das Motto des Abends "Gemeinsames Singen im Wirtshaus" voll zum Tragen kam.
"Brücklmeier Musi" (Bild: Ingrid Heuer)
 
Die drei Gruppen des Abends begeisterten die Gäste mit traditioneller bairischer Musik. Die Brücklmeier Musi spielte mal im Trio auf, dann wieder in voller Besetzung. Gerhard Holz (in seinem "Zweitjob" neben dem Erzähler) und Ingrid Betz sangen als Feldmochinger Zwoagesang witzige und manchmal auch besinnliche Lieder. Besonders gut kam die Zwetschgnmusi an, Sebastian Neumaier, 13 Jahre, an der Ziehharmonika und Franziska Jakobs, 15 Jahre, am Hackbrett. Gekonnt spielten sie ihre Lieder und sorgten für gute Stimmung im Publikum. Alle Musiker begleiteten sich auch immer wieder gegenseitig, dafür hatte man im Vorfeld auch ein paar Mal geprobt, so Gerhard Holz. Weit über zwei Stunden spielten die Musiker auf.
Die Musiker und Sänger des Abends zusammen mit Ingeborg Staudenmeyer (2.v.l.) und Wolfgang Schwirz (l.) vom Stadtteilkulturverein: 3.v.l.n.r.: Toni Jahn, Ingrid Betz, Sebastian Neumaier, Gerhard Holz, Franziska Jakobs, Claudia und Stefan Serak, Christine Baumann und Uschi John. (Bild: Ingrid Heuer)
 
Ingeborg Staudenmeyer, die Vorsitzende vom Verein für Stadtteilkultur Neuhausen-Nymphenburg, und ihr Stellvertreter Wolfgang Schwirz, waren nach dem Abend vollauf begeistert. So steht bereits heute fest, dass es auch im nächsten Jahr einen Hoagartn geben wird.

 

 

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Kulturpavillon am Romanplatz

Von der Stadtbücherei zum Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen und Konzerte...
Heute betreibt der Verein für Stadtteilkultur Neuhausen-Nymphenburg den Kulturpavillon am Romanplatz.

Ausstellungen

Im Kulturpavillon am Romanplatz finden Ausstellungen aller Art statt. Aktuelle Termine können Sie unserem Kalender entnehmen. Sie möchten selbst eine Ausstellung veranstalten? Den Kulturpavillon können Sie auch mieten.

Konzerte

Die musikalische Bandbreite reicht von vietnamesischer Volksmusik bis Blues.
Der Verein für Stadtteilkultur veranstaltet seit 2015 den Neuhauser Band Contest für Neuhausen-Nymphenburger Bands und Solointerpreten.
Der Kulturpavillon ist einer der Veranstaltungsorte der Neuhauser Musiknacht

Stadtteilkultur

Alle zwei Jahre findet in Neuhausen der Wasservogel statt.
Außerdem veranstaltet der Verein für Stadtteilkultur einmal im Jahr einen Altbairischen Hoagartn und regelmäßige Vorträge zur Stadtteilgeschichte.

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